ABO-KONZERTE

5 Konzerte · Liederhalle Stuttgart, Beethoven-Saal

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HÄNDEL – THEODORA

So 25. Oktober 2026, 19.00 Uhr


Georg Friedrich Händel

Theodora HWV 68


Gaechinger Cantorey

Hans-Christoph Rademann Dirigent

Elisabeth Breuer Sopran (Theodora)

Marie Henriette Reinhold Alt (Irene)

Terry Wey Countertenor (Didymus)

Guy Cutting Tenor (Septimius)

Tobias Berndt Bass (Valens)       


Ein eindrucksvolles Drama über Liebe, Hass und Mut


Händel schätzte sein Oratorium Theodora besonders hoch ein. Dieses Spätwerk (1749) basiert auf einer dramatischen Handlung, die der Legende nach das Martyrium von Theodora erzählt. Eine junge Christin aus Antiochia wehrt sich gegen den Heidenkult der römischen Besatzer. Der Stadthalter Valens zwingt sie zur Prostitution, aber der Offizier Didymus, in Theodora verliebt und von ihr zum Christentum bekehrt, befreit sie aus dem Venustempel. Beide werden daraufhin zum Tod verurteilt.


Die Chöre und Arien der Christen sind von gedeckten, innigen Klangfarben geprägt, besonders Theodoras langsame, entrückte Arien. Scharfe Kontraste bilden die furiosen Arien des Valens und die prunkvollen Chöre der Heiden. Der ergreifende Schlusschor »Oh love divine« – eine Mischung aus Glaubensgewissheit und Traurigkeit – wird oft mit dem aus Bachs Matthäuspassion verglichen.


Einführung um 18.20 Uhr


Musikalischer Salon am Donnerstag, 22. Oktober mit Prof. Dr. Silke Leopold im Hospitalhof Stuttgart

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JAUCHZET, FROHLOCKET!

So 13. Dezember 2026, 19.00 Uhr


Johann Sebastian Bach

Weihnachtskantaten

»Unser Mund sei voll Lachens« BWV 110

»Süßer Trost, mein Jesus kömmt« BWV 151

Weihnachtsoratorium BWV 248 Teile I, III


Gaechinger Cantorey

Hans-Christoph Rademann Dirigent

Catalina Bertucci Sopran                                   

Benno Schachtner Altus

Raphael Höhn Tenor

Tobias Berndt Bass        


Jubelnde und besinnliche Weihnachten


In diesem Adventskonzert begeben wir uns zurück nach Leipzig im Dezember 1725, in Bachs drittem Kirchenjahr als Thomaskantor. Für die Weihnachtstage komponierte er Kantaten mit Texten des ehemaligen Darmstädter Hofpoeten Georg Christian Lehms. »Unser Mund sei voll Lachens« preist die Geburt Jesu mit Jubel und Glanz, während »Süßer Trost, mein Jesu kömmt« das Kind mit sanften Klängen und besinnlicher Freude empfängt – besonders in einer beeindruckenden Sopranarie mit Solo-Flöte. Bach schafft differenzierte und farbenreiche Stimmungen für das Weihnachtsfest, wie wir sie auch in seinem späteren Weihnachtsoratorium wiederfinden. Mit dessen festlichem ersten Teil »Jauchzet, frohlocket« sowie mit der fröhlichen Anbetung der Hirten im dritten Teil rundet die Gaechinger Cantorey ein Konzert voller Himmelsklänge ab.


Einführung um 18.20 Uhr


Musikalischer Salon am Donnerstag, 10. Dezember mit Maul & Schrammek im Hospitalhof Stuttgart

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BEETHOVEN – MISSA SOLEMNIS

So 17. Januar 2027, 19.00 Uhr


Ludwig van Beethoven

Missa Solemnis op. 123


Gaechinger Cantorey

Hans-Christoph Rademann Dirigent

Christiane Karg Sopran  

Ulrike Malotta Alt

Benjamin Bruns Tenor                                       

Markus Eiche Bass        


Ein Meisterwerk der Superlative


Beethoven bezeichnete seine Missa Solemnis als sein »größtes Werk«, denn sie sprengte alle Grenzen. Im Konzertsaal wurde sie im Jahr 1823 uraufgeführt – kurz vor seiner 9. Sinfonie. Diese unvergleichliche Musik, die interpretatorisch Höchstleistungen verlangt, ließ das Publikum zugleich überwältigt und überfordert zurück.


Nach einer sehr intensiven Vorbereitung schuf Beethoven mit dieser Messe seine persönlichste Auseinandersetzung mit seinem Glauben. Dabei übersetzte er ein durch Aufklärung und Humanismus geprägtes Gottesverständnis in Musik. Er griff tief in die Bedeutung des Textes hinein, um seine eigene Welt konsequent und »von Herzen« widerzuspiegeln.


Diese historisch informierte Aufführung mit Einspielung des Werks bildet einen neuen Meilenstein in der Geschichte der Gaechinger Cantorey!


Einführung um 18.20 Uhr


Musikalischer Salon am Donnerstag, 14. Januar mit Prof. Dr. Birgit Lodes im Hospitalhof Stuttgart

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BACH/SCHUMANN – JOHANNES-PASSION

So 21. März 2027, 19.00 Uhr


Johann Sebastian Bach

Johannes-Passion BWV 245

in der Bearbeitung von Robert Schumann (1851)


Chor der Gaechinger Cantorey

Kammerorchester Basel

Hans-Christoph Rademann Dirigent


Rowan Pierce Sopran                           

Henriette Gödde Alt

Patrick Grahl Tenor (Evangelist)

Tobias Berndt Bass        

Markus Eiche Bass (Christus)


Konzert zu Bachs Geburtstag im Rahmen des Internationalen Bachfests Stuttgart 2027


Die Johannes-Passion im Geist der Romantik


Nach der Wiederaufführung der Matthäus-Passion im Jahr 1829 unter der Leitung von Felix Mendelssohn war es Robert Schumann, der später beschloss, dem Publikum die andere »um vieles kühner, gewaltiger, poetischer« Passion Bachs ans Herz zu legen. Dafür musste er die barocke Musiksprache an die Musikpraxis seiner Zeit anpassen. Schließlich konnte als neuer Musikdirektor in Düsseldorf seine eigene Bearbeitung im Jahr 1851 dirigieren. Diese wenig bekannte Fassung bildet eine spannende Verschmelzung der Musikwelten des Barock und der Romantik!


Bei diesem besonderen Konzert dirigiert Hans-Christoph Rademann hochkarätige Solist:innen, den fantastischen Chor der Gaechinger Cantorey sowie das Kammerorchester Basel, das mit historischen wie modernen Instrumenten bestens vertraut ist. Mit ihnen tauchen wir ein in Schumanns Klangwelt und seinen persönlichen Zugang zu Bachs Musik.


Einführung um 18.20 Uhr


Musikalischer Salon am Donnerstag, 18. März mit Dr. Thomas Synofzik und Prof. Dr. Stefania Neonato (Klavier) im Haus der Musik im Fruchtkasten

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MOZART, MARTINES – PSALMEN

So 20. Juni 2027, 19.00 Uhr


Marianna Martines

Sinfonie in C-Dur

Come le limpide onde (Psalm 42)

Wolfgang Amadeus Mozart 

Davide Penitente KV 469


Gaechinger Cantorey

Hans-Christoph Rademann Dirigent

Elisabeth Breuer Sopran 

Olivia Vermeulen Mezzosopran

Julian Habermann Tenor


Psalmvertonungen all’italiana


Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) und Marianna Martines (1744–1812) waren zwei Figuren der Wiener Klassik mit ausgeprägtem künstlerischem Bewusstsein. Martines war eine durchaus renommierte Komponistin, Sängerin und Cembalistin. Sie genoss eine exquisite Ausbildung bei Metastasio, Joseph Haydn und Nicola Porpora und veranstaltete rege Akademie-Konzerte, bei denen auch Mozart zu Gast war.


Die Gaechinger Cantorey bringt beide durch italienische Psalmvertonungen in Dialog. In »Davide penitente« (1785) nach Psalm 51 bearbeitete Mozart das Kyrie und Gloria seiner Großen Messe in c-Moll und fügte zwei neuen Arien hinzu, während Martines in ihrer Kantate nach Psalm 42 (1770) einen seltenen Gast mit bezauberndem Klang im Orchester solistisch einsetzt: das Hackbrett! Zuvor erklingt ihre spritzige C-Dur-Sinfonie, ein entzückendes Werk dieser faszinierenden Frau.


Einführung um 18.20 Uhr


Musikalischer Salon am Donnerstag, 17. Juni mit Prof. Dr. Gesa Finke im Hospitalhof Stuttgart